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Yoga im Nationalsozialismus - Integrales Forum

Integrales Forum
Rosenthaler Str. 36, Aufgang G, 4. Stock
10178 Berlin
Telefon: 0176.41 04 14 89
21.10.2011

Ort

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Matthias Ruff

YOGA IM NATIONALSOZIALISMUS

Wie ist es dazu gekommen? Was hat das mit uns zu tun und was können wir für heute – als Individium und Gesellschaft – daraus lernen? Mathias Tietke, Autor des Buches „Yoga im Nationalsozialismus“ im Gespräch mit Matthias Ruff, Experte für integrale Theorie. Moderation: Till Schröder, verantwortlicher Redakteur von yogaservice.de.

„Yoga ist immer friedliebend.“ Und: „Die Nazis haben Yoga verboten
und  verfolgt.“ Glaubenssätze wie diese sind endgültig nicht mehr haltbar,
seit der Journalist und Yoglehrer Mathias Tietke für sein neuestes
Buch „Yoga im Nationalsozialismus“ das zu Tage gebracht und erforscht hat,
was den ersten Yogaboom im Deutschland und in Berlin während der
20er bis 40er Jahren auszeichnete.

Die Szene war damals so heterogen wie heute. Europas erstes Yogastudio
für Körper, Atem- und Meditationsübungen eröffnete damals in Berlin-
Schöneberg 1937. Allerdings galten auch Reinheit und Willenskraft durch
geistige Übung als Symbole aus Indien, die Yoga wie das Bild der
„Arier“, Swastika und „Krieger-Kaste“ bei führenden
Nationalsozialisten hoffähig machte. Warum trug SS-Reichsführer
Heinrich Himmler die Bhagavad Gita so viel bei sich? Und wie
begründete er damit Krieg und Gewalt gegen Juden?

Mathias Tietke kann in aller Deutlichkeit Muster eines
Yogaverständnisses vorführen, das schon damals auf einer
einhundert Jahre alten Tradition fußte – und bis heute innerhalb der
Yogaszene präsent ist.
Daraus entsteht die Frage nach dem Zusammenhang zwischen
Bewusstseinsebenen und ethischen Konsequenzen.
Hier setzt die Idee einer zeitgemäßen, aufgeklärten Spiritualität den
Hebel an. Vordenker wie Ken Wilber systematisierten
Entwicklungensebenen und Bewusstseinszuständen und liefern so
Werkzeuge, mit denen sich die beschriebenen Muster und historischen
Lehren aus der Forschungsarbeit von Mathias Tietke begreifbar machen
lassen.

Zu diesem wichtigem Thema treffen sich für ein Gespräch Mathias
Tietke, der die wichtigsten Erkenntnisse aus seiner neuen Arbeit
präsentieren wird, und Matthias Ruff, Leiter des Integralen Forums,
Lehrer für Yoga, Meditation und Experte der Integralen Theorie und Praxis,
der mit Modellen wie der Prä-Transverwechslung von Ken Wilber und
der Wilber-Combs Matrix menschliche und geschichtliche Fehlentwicklungen
zu erklären versucht und dadurch die Voraussetzungen für eine
intelligente und zukunftsorientierte Spiritualität anschaulich macht.

In einer offenen Diskussion mit dem Publikum werden die Sichtweisen
und Perspektiven ausgetauscht. Das Gespräch moderiert der Journalist,
Yogalehrer und verantwortliche Redakteur der Plattform yogaservice.de,
Till Schröder.

Beginn: 20.00
Teilnahmegebühr: 10 Euro
Anmeldung beim Integralen Forum, Berlin

Anbieterinfo: 

Zum Thema

Interview mit Mathias Tietke über Yoga im Nationalsozialismus auf yogaservice.de

Über die Integrale Theorie auf yogaservice.de