Yogabiz: In 10 Schritten zur eigenen Internetseite

Eine eigene Internetseite kann auch das Leben als Yogalehrer einfacher machen. Heutzutage ist sie kein Hexenwerk. Yogaservice.de bringt dich in zehn Schritten zum erfolgreichen Auftritt.

Weißt du noch, wie du mit Yoga angefangen hast? Hast du direkt mit Eka Hasta Vrksasana, der einhändigen Baumpose angefangen? Wahrscheinlich nicht! Auch bei der eigenen Webseite wird es dir so ergehen, dass du erstmal klein anfängst. Das Wichtigste vorab: Habe Durchhaltevermögen und gib nicht zu früh auf. Fehler gehören dazu und helfen dir besser zu werden.

 

1. Definiere deine Ziele
Kennst du den Spruch „Ohne Ziele kann man nichts erreichen“? Das trifft auch auf deine Website zu! Es ist harte Arbeit eine Seite aufzubauen und bekannt zu machen. Du must unzählige Entscheidungen zu Design, Texte, Werbung et cetera treffen. Ziele geben dir Orientierung. Schade, wenn dein Aufwand nachher umsonst wäre. 

Nimm dir also ein Blatt Papier und schreibe auf: Was willst du mit deiner Website erreichen? Welche Ziele hast du? Denk daran, dass deine Ziele möglichst konkret, erreichbar und messbar sein sollten. Limitiere dich nicht, schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt.

Keine Idee, wie ein Ziel aussehen kann? Hier sind ein paar Beispiele:
„Ich möchte mit meinen Artikeln jeden Monat 100 Yogainteressierte aus Berlin erreichen und mit zehn davon einen Dialog über Kommentare, E-Mail oder Facebook führen.“
„Ich möchte pro Woche 1 neuen Kunden aus Hamburg und Umgebung für private Yogastunden gewinnen.“

 

2. Für eine eigene Website braucht man keine Programmierkenntnisse
Falls du ein erfahrender HTML, CSS und PHP Programmierer bist, musst du nicht weiter lesen. Bist du nicht? Dann gibt es hier wertvolle Tipps zum Aufbau einer Internetseite ohne Programmierkenntnisse. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Website-Baukästen, mit denen du im Handumdrehen zu deiner eigenen Seite kommst. Natürlich gibt es mehrere Anbieter, zu empfehlen aufgrund Bedienbarkeit und Design sind Jimdo oder WIX.

Tipp: Reichen dir die Funktionen aus dem Website-Baukasten nicht aus? Wenn du dir mehr Flexibilität wünschst, ist WordPress zu empfehlen. Über 20 Prozent der Internetseiten weltweit basieren auf dem System, und es wird von kleinen Bloggern bis zu großen Konzernen wie zum Beispiel CNN oder UPS genutzt. Auch der Yoga Shop ASANAYOGA.DE (Dienst des Autors, die Red.) nutzt WordPress und macht sehr gute Erfahrungen damit.

 

3. Auf die gute User Experience kommt es an
Einer der wichtigsten Punkte für deine eigene Website: Schaffen eine gute User Experience (Benutzererfahrung)! Nehmen wir an, du möchtest auf deiner Yogalehrer-Homepage Kunden für private Yogastunden gewinnen. Auf welcher Seite landet der Website-Besucher als erstes (auch Landing Page genannt)? Wie viele Sekunden braucht der Besucher, um dein Angebot zu erkennen?

Tipp: Versuche von zu vielen Designspielereien Abstand zu nehmen. Ein einfaches und klares Design bringt häufig mehr Kunden ins Haus. 

 

4. Die Website sollte verlässlich und aktuell sein
Papier ist geduldig, eine Internetseite ist es nicht. Deshalb sollte man den Stundenplan deiner Yogakurse, der bei einem Yogastudio die wohl wichtigste und am häufigsten abgerufene Information ist, nicht nur schnell finden und ohne viele Clicks lesen können. Er sollte auch immer aktuell und richtig sein. Neben den Kurszeiten empfehlen wir auch eine kurze Beschreibung der angebotenen Yogakurse (Anfänger, Fortgeschrittene, Rückeh-Yoga, Yin-Yoga usw.) und ein Kurzporträt des Lehrers. Das Portrait des Yogalehrenden sollte kompakt und persönlich die wichtigsten  Stationen, Ausbildungen und Leidenschaften vorstellen. Kein langatmiger, klassischer Lebenslauf, sondern eher erzählend. Der Leser muss neugierig werden, dich kennenzulernen.

Auch Service ist eine nette Geste, vor allem gegenüber Schülern, die das erste Mal den Weg in dein Studio finden sollen. Es ist ganz einfach, neben der Adresse eine kleine Wegbeschreibung und einen Ausschnitt von Google Maps zu integrieren.

Tipp: Setze Yoga-Fachbegriffe und Sanskrit nur behutsam ein. Sie wirken gerade auf Anfänger eher fachchinesisch oder esoterisch und damit abschreckend. Wenn du an der Yogafachsprache doch hängst, dann ist ein Yoga-Glossar eine nette Geste. Das ist übrigens auch für das SEO deiner Webseite gut (dazu mehr unter Punkt 7).

 

5. Trage die Seite in die wichtien Verzeichnisse des Internets ein
Du bist Yogalehrerin oder Yogalehrer? Betreibst ein eigenes Studio? Bietest Yogareisen an? Dann sollte eine deiner ersten Handlungen sein, dich in die verschiedenen Verzeichnisse einzutragen. Am besten googlest du nach "yogalehrer verzeichnis“, da findest du eine Menge Datenbanken. Yogaservice.de führt einen der umfangreichsten Studiofinder im deutschsprachigen Raum und eine Liste mit Yogareisen und Veranstaltungen. Schicke eine Mail mit allen deinen Daten – und der Adresse deiner Internetseite – an die Adresse kontakt [at] yogaservice [dot] de, und wir tragen dein Studio mit Link auf deine Internetseite kostenlos ein. Übrigens: Als nette Geste freuen wir uns, wenn du dafür auch ein Link von deiner Internetseite auf yogaservice.de setzt. Das verbessert auch das Ranking in Suchmaschinen, aber dazu später. Das Listen unter Yogareisen kostet einen kleinen Unkostenbeitrag. 

Tipp: Wenn du in einem Yogastudio unterrichtest, schau mal ob dieses schon bei Google Maps gelistet ist. Falls nicht, hole es am besten schnell nach, um Kunden den Weg zu dir zu erleichtern!

 

6. Dehne deine Website auf die Social Media aus
Social Media wird häufig als magisches Wundermittel für Webseitenbetreiber angesehen. Das kann es auch sein, aber es ist nicht gerade einfach, viele „Followers“ aufzubauen, die dir zuhören. Der erste Schritt besteht darin, dich für Social Media Kanäle zu entscheiden, auf denen du Inhalte teilen möchtest. Die populärsten sind Facebook, Google Plus, Twitter und Pinterest. Es gibt natürlich auch viele weitere Plattformen, wobei Facebook die beste Reichweite hat (und damit solltest du auch anfangen).

Ein Facebook Profil zu erstellen ist recht einfach. Am Anfang ist es eine gute Idee, Familie, Freunde und Bekannte zu fragen, ob sie dich mit einem Like unterstützen können. So kannst du langsam, aber sicher deine Follower aufbauen. Die Facebookseite von Asanayoga.de (Internetseite, die unser Autor Robin Pratap gegründet hat, Anm. d. Red.) teilt zweimal am Tag Inhalte, die für die Leser und Follower  interessant sind. Dazu gehören natürlich auch neue Blogbeiträge. Du solltest mindestens dreimal pro Woche interessante Inhalte teilen, damit du im Kopf deiner Zielgruppe bleibst. 

Tipp: Teilst du deine Yoga-News auf mehreren Kanälen, wie zum Beispiel Facebook, Twitter oder Google Plus? Dann nutze Buffer, damit du deine Yoga-News mit einem Klick auf all deinen Social Media Kanälen gleichzeitig teilen kannst. Spart eine Unmenge an Zeit!

Noch ein Tipp: Wenn du einen Blog schreiben willst, lohnt sich ein eines Google Plus Profil zu erstellen. Verknüpfe das mit deiner Website, um besser von Suchmaschinen gefunden zu werden.

 

7. Damit die Suchmaschinen deine Website finden
Stell dir vor, du hast ein super Angebot auf deiner Website, aber keiner findet es. Schade, oder? Genau aus diesem Grund ist es wichtig, deine Website für Suchmaschinen (vor allem Google) zu optimieren. Search Engine Optimization, kurz SEO, ist ein sehr komplexes Thema, aber mit einigen Handgriffen kann man schon einiges in die richtigen Wege leiten.

Es gibt zwei Arten von SEO - OnPage und OffPage.

Bei der OnPage Optimierung geht es darum, dass Google und andere Suchmaschinen wie Bing deine Seite gut lesen können. Achte dabei auf aussagekräftige Überschriften und gute Inhalte. Wenn du zum Beispiel über die Yogaszene in München schreibst, solltest du auch relevante Begriffe (sogenannte „Keywords“) auf deiner Seite erwähnen. Ein Blog ist eine gute Möglichkeit, deine Gedanken, Ansichten und Erfahrungen mit anderen Yogis zu teilen. Das schafft dir eine größere Sichtbarkeit im Internet. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Faktoren.

Beim OffPage SEO geht es darum, dass du auf anderen Webseiten verlinkt wirst. Dies ist ein Signal für Suchmaschinen, dass deine Inhalte auch für andere relevant und interessant sind - und hilft dir zu besseren Suchergebnissen. Versuche dazu, Blogs oder lokale Zeitschriften anzusprechen. Das Wichtigste ist, dass deine Inhalte für diese einen Mehrwert bieten.

Tipp: Links von anderen Webseiten sind wichtig für dein Ranking. Lasse dich dabei aber nie auf Linkkauf ein. Dies führt früher oder später zu einer Abstrafung deiner Website von Suchmaschinen. Davon kann man sich kaum wieder erholen.

 

8. Werbung muss leider sein
Du magst keine Werbung? Wir auch nicht! Aber sie ist extrem wichtiger Faktor, Besucher auf deine Website zu bekommen. Und Online-Werbung lässt sich auch gezielt und damit nicht so nervig einsetzen. Und zwar indem du potentiellen Kunden gezielte und relevante Ergebnisse zeigst. Von den vielen Möglichkeiten der Online-Werbung, sind zwei besonders beliebt: Google AdWords und Facebook Ads.

Jemand, der beispielsweise in Köln ein Yogastudio sucht, wird ziemlich sicher bei bei Google „Yogastudio Köln“ eingeben. Auf genau diesen Suchbegriff kannst du, wenn du ein Yogastudio in Köln hast, deine Werbung schalten und deine Website bewerben. Diese Werbung kannst du gezielt nach Ort und sogar Tageszeit schalten.

Facebook Ads sind ebenfalls recht wirksam – vor allem, wenn du schon Punkt 5 absolviert hast. Hier kannst du nämlich Yogainteressenten aus deiner Stadt oder Region direkt filtern und mit relevanten Werbebotschaften ansprechen.

 

9. Klarheit über die Anzahl deiner Besucher
Du hast es geschafft und bist bis hier hin gekommen? Dann verpasse nicht, mehr über deine Besucher zu erfahren. Es gibt verschiedene Tools dazu, die bekannteste ist Google Analytics. Damit hast du die Möglichkeit, anonymisiert Informationen über deine Besucher in Erfahrung zu bringen.


Wer und wenn ja, wieviele besuchen meine Internetseite? Die Antwort bringt eine schnelle Analyse.

Das gibt Antworten auf „Wie viele Besucher waren auf meiner Website?“, „Aus welchen Regionen kommen meine Besucher?“ oder „Wie lange sind diese geblieben?“. Darüber hinaus gibt es unzählige weitere Analysedaten. Es kann manchmal mühsam sein, sich durch diese Masse an Informationen zu wühlen, aber es hilft dir Besucher besser zu verstehen. Dadurch kannst du bessere Inhalte schaffen und allgemein deine Sichtbarkeit im Internet erhöhen.

Tipp: Bei dem Einsatz von Analytics Tools ist ein entsprechender Eintrag im Impressum nötig. Am besten fragt man seinen Anwalt, oder schaut sich den Impressums Generator auf e-recht24.de an.

 

10. Newsletter (aber richtig)
Wie du aus den vorherigen Punkten sehen kannst, kostet es etwas Arbeit, Besucher für deine Website zu gewinnen. Diese kommen über Suchmaschinen, Werbung und Social Media. Was schätzt du, wie viel Prozent dieser Besucher wiederkommen werden? Mit einem Newsletter kannst du die Wahrscheinlichkeit extrem erhöhen. Denn wenn du neue Angebote und Inhalte erschaffst, erfahren deine Fans davon per E-Mail und kommen zurück auf deine Seite.

Deshalb ist es hilfreich, auf der Website eine Anmeldemöglichkeit für den Newsletter zu bieten. Für Newsletter gibt es eigene Redaktionssysteme. Eines der meistverwendeten Newsletter-Tools ist MailChimp. Es ist sogar in den meisten Fällen kostenlos. Es kostet nur etwas Zeit, sich darin einzuarbeiten. Aber die lohnt sich.

Tipp: Einen Newsletter pro Monat ist ein guter Rhythmus. 

Noch ein Tipp: Da man mit dem Newsletter Fans deiner Internetseite erreicht, bietet er attraktive Plätze für erste Werbepartner. Aber das ist ein anderes Thema.

Viel Erfolg mit deinem eigenen, schicken Internetauftritt!

Robin Pratap

 

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