Yoga professionell: Neues Leben mit Lehrerausbildung

Was viele Yogalehrende bereits selbst erfahren haben, ist nun wissenschaftlich belegt: Eine intensive Yogapraxis wirkt sich gesundheitsfördernd auf den Lebensstil aus. Im Rahmen einer Studie der Universität Gießen und des Yoga Viya e.V. nahmen angehende Yogalehrende zum Ende der Ausbildung ihre persönliche Ressourcen bewusster wahr und wurden selbstbestimmter und psychisch stabiler.

Mithilfe von Instrumenten aus der Persönlichkeitspsychologie erfasste der wissenschaftliche Studienleiter Dr. Hannes Hempel die Transformationsprozesse von insgesamt 1.700 Teilnehmern und suchte anschließend nach Zusammen-hängen zur Yogapraxis, die während der Ausbildungszeiten durchschnittlich mehr als 200 Minuten pro Tag betrug. 

Zum Ende der Ausbildung wurde ein Anstieg der Studien-Kenngrößen "Selbst-konzept und Selbstwirksamkeit" sowie "Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung" deutlich. Teilnehmer konnten ihre eigenen Fähigkeiten besser wahrnehmen und hatten das Gefühl, Situationen stärker selbst steuern und lenken zu können. Zusätzlich stellte sich bei den Teilnehmern eine höhere Lebensqualität durch ein intensiveres und bewussteres Erleben ein und veränderte Lebensgewohnheiten positiv, zum Beispiel bei der Ernährung oder dem Genuss- und Rauchmittel-konsum.

Als gesundheitsfördernd wertet die Studie auch die Entwicklung von Spiritualität, mit deren Hilfe sich laut des Psychologen Hempel beispielsweise Abhängigkeiten leichter überwinden oder Schicksalsschläge besser verarbeiten lassen.

Artikelfoto: @ Claudia Casagrande / plainpicture

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Weitere Informationen zu der Studie unter http://www.yoga-vidya.de und http://wiki.yoga-vidya.de.

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