Yoga unter Palmen: So war die erste Inside Yoga Conference

Am letzten Oktoberwochenende trafen sich 500 Yogis in Frankfurt auf der ersten Inside Yoga Conference. Ein Bericht von der Yogalehrerin Petra Schönenberg für yogaservice.de.

Der Vergleich zur Kölner Yoga Conference Germany liegt auf der Hand. Und um es vorweg zu nehmen: Die neue Yoga-Plattform in Frankfurt hat sich als herbstliches Gegenstück zu der bereits etablierten Kölner Veranstaltung im Mai jeden Jahres gut angefühlt. Mit Experten-Workshops in der Pre- und Post-Conference und vielen Yogaklassen während der Haupttage präsentierten die Ho-Brüder vom Frankfurter Inside Yoga wie angekündigt eine Mischung zwischen deutschen Yoga-Lehrern und für hiesiges Publikum „Newcomer“ der internationalen Yogaszene.

Im Inside Yoga Studio in Frankfurts Ostend fanden mehrstündige Veranstaltungen mit den Amerikanern Philipp Askew, David Reglin und Michael „Bukti“ Buck sowie der in München lebenden Australierin Barbra Noh statt. Im wunderschönen und zentral gelegenen „Palmengarten“ dagegen boten Workshops von jeweils 90 Minuten Gelegenheit, in Deutschland gut bekannte Lehrer wie Patrick Broome, Richard Hackenberg, Christiane Wolff und Patricia Thielemann kennenzulernen beziehungsweise wiederzusehen. Aus Frankfurt war neben den Ho-Brüdern auch die hier lebende und lehrende Australierin Alex Harfield vertreten.

Das Ambiente hatte seinen eigenen Reiz: Draußen Minustemperaturen, drinnen Palmen und Gewächse des botanischen Gartens. Die Yogis übten in stattlichen Sälen unter Stuck und Malerei Yogis Asanas und Pranayama. Die Architektur der Nebenräume dagegen war klar und schlicht – passend zur Präsentation des offiziellen „Ausstatters“ der Conference, der Kosmetikfirma „Rituals“.

Die Workshops konnten einzeln und im Voraus gebucht werden. Das machte es für das Eventmanagement-Team gut planbar. Das System führte jedoch auch dazu, dass Teilnehmer eher punktuell an- und abreisten und nicht wie ansonsten üblich mehrere Tage miteinander verbringen konnten. Auch ein zeremonieller oder musikalischer Auftakt wie Abschluss fehlten. Das Gefühl der im Yoga so geschätzten „kula“ (Zusammengehörigkeits- oder Gemeinschaftsgefühl) kam daher eher nicht auf. Trotzdem war die Stimmung unter den Teilnehmern – viele waren selbst Yogalehrer – ausgesprochen gut.

Aus den Erfahrungen ziehen die Veranstalter für das nächste Mal gleich erste Konsequenzen. So planen sie 2013 längere Workshops von drei oder mehr Stunden (wie auf der Pre- und Post-Conference), wie uns Jang Ho Kim verriet. Und eventuell auch einen Veranstaltungsort zu wählen, der die Möglichkeit von Spa und Wellness-Anwendungen bietet. Kleine, weitere Anregung von unserer Seite: eine Lounge-ähnliche Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und „chillen“ zwischen den Sessions, das wäre schön.

Die in diesem Jahr präsentierten Lehrer und Stile kamen durch die gute Vernetzung der Veranstalter zustande. Unter den vielen Experten und Top-Referenten fand jeder sein/ihr persönliches Highlight. Für die Zukunft sind auch Yogalehrer und -stile denkbar, die in diesem Jahr keine Plattform gefunden haben, wie uns Jang sagte.

Die Conference war professionell organsiert, die Veranstalter und das Event-Team wie auch die Betreiber des Palmengartens reagierten immer freundlich. Für den Serviceleiter des Gastrobereiches war es eine neue, interessante Erfahrung: Sein ganzes Team zeigte sich angetan vom netten Ton, der unter Yogis herrscht. Die eine oder andere Servicekraft wagte wohl deshalb auch einen verwunderten und erstaunten Blick auf die Workshops.

2013 planen die Ho-Brüder weitere Yoga Conferences: im Februar in Wels/Österreich, im September in Zürich/Schweiz, und im Oktober steht die zweite Ausgabe der Inside Yoga Conference in Frankfurt auf der Agenda. Außerdem wollen sie in ein größeres Hauptstudio in die City von Frankfurt umziehen. Sie planen Teacher Trainings und Kooperationen mit Studios in anderen deutschen Städten. Die beiden sind also drauf und dran, sich einen großen Namen in der deutschsprachigen Szene zu machen. Wir drücken ihnen die Daumen und freuen uns auf die nächste Conference in Frankfurt.

Petra Schönenberg

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